An dunklen Tagen

An dunklen Tagen

An dunklen Tagen muss es nicht regnen,
an dunklen Tagen werden wir keinem begegnen,
an dunklen Tagen schmerzt unsere Seele sehr,
an dunklen Tagen fühlen wir, ,,ich kann nicht mehr‘‘.

An dunklen Tagen wird uns alles zu viel,
an dunklen Tagen schicken wir uns ins Exil.
An dunklen Tagen sind die Gedanken nicht hell,
an dunklen Tagen drehen diese sich schnell.

Doch sind die dunklen Tage nicht auch für was gut?
Ganz ähnlich verhält es sich mit Ebbe und Flut.

Bei Ebbe die Schiffe nicht fahren können,
die Möwen jedoch sich Köstliches gönnen.
Bei Flut sind die Fischer gut gelaunt,
der Wattwanderer eher in ,,die Röhre‘‘ schaut.

Dann sind sie urplötzlich wieder da,
helle Tage, wie wunderbar.
Und nur weil wir den Unterschied kennen,
können wir an hellen Tagen doppelt so viel gewinnen.

An hellen Tagen kann es donnern und schneien,
an hellen Tagen können wir mit Leichtigkeit auch alleine sein.
An hellen Tagen scheint die Freude durch den Nebel,
an hellen Tagen bläßt der Wind in unsere Segel.

Aus diesem Grunde sei nicht betrübt,
auch wenn es dir jetzt einmal nicht so gut geht.
Du weißt dies alles ist nur von kurzer Dauer,
denn morgen bist du schon wieder voller Seelenpower.

J.T.